Feuerwachturm in der Hohen Mark

Wo liegt denn die Hohe Mark und was ist ein Feuerwachturm?

Feuerwachtürme dienen der Brandüberwachung und sind in heißen Trockenperioden, wenn die Gefahr eines Waldbrandes besteht, tatsächlich mit einem Brandwächter besetzt. Hoch oben über den Baumwipfeln sitzt er oder sie in einer Kabine und beobachtet von früh bis spät den Wald und eventuell darin aufsteigende Rauchfahnen. Bei Brandgefahr besteht der direkte Draht zur Feuerwehr. Denn durch unachtsam weggeworfene Zündhölzer oder Zigaretten entstehen auch in unseren Wäldern Brände, die sich rasant ausbreiten können. Wir hoffen auf die Achtsamkeit aller Waldbesucher. Für alle Fälle gibt es, dass es die Feuerwachtürme gibt und gut dass dort oben ein Brandwächter sitzt.

Brandwächter, ein einsamer Job?

Ja einsam schon, dafür gibt es von hoch oben einen beeindruckenden Rundumblick übers Münsterland und bis ins Ruhrgebiet. So ganz alleine sind die Brandwächter nicht dort oben über den Baumwipfeln. Es gibt nämlich mehrere Türme. Ein Feuerwachturm steht in der Hohen Mark, den werden wir bei der nächsten Singlewanderung “feuerhexe” am 2. Juli besuchen. Drei Feuerwachtürme stehen in der südlich angrenzenden Haard und der neueste Turm steht auf der Halde Haniel in Bottrop zur Beobachtung der Kirchheller Heide. Alle Türme werden vom Regionalverband Ruhr betreut, der mit seiner Abteilung Forstwirschaft auch für die Wälder zuständig ist.

Waldgebiet Hohe Mark

Liegt nun die Hohe Mark im Münsterland oder etwa im Ruhrgebiet? Sie liegt genau dazwischen in den Kreisen Borken und Recklinghausen, begrenzt durch die Gemeinden Reken, Dülmen, Haltern und Dorsten-Lembeck. Das eiszeitlich bedingte Hügelland ist zwar nur ein kleinerer Höhenzug, jedoch neben der südlich angrenzenden Haard das größte zusammenhängende Waldgebiet nördlich des Ruhrgebiets. Der Naturpark Westmünsterland ist nach der Hohen Mark benannt. Er umfasst die Hohe Mark, die Haard und das südlichste Münsterland.

Das Holz aus den Wäldern der Hohen Mark war für die aufstrebende Montanindustrie im Ruhrgebiet wichtiger Baustoff, das sogenannte Grubenholz. Anfänglich wurde aufgrund seiner besseren Haltbarkeit Eichenholz verwendet. Doch Eiche wächst langsam und der Holzbedarf wurde immer größer. Ganze Wälder wurden dafür kahl geschlagen.  Auf den kargen Sandböden der Hohen Mark wurde deshalb auf schneller wachsende Kiefernforste umgestellt. Mit der Umstellung auf Stützmaterial aus Stahl sank der Holzbedarf rapide. Die verbliebenen Kiefernwälder werden heute abschnittsweise in Mischwälder umgewandelt.