Frühlingsboten Narzissen

Narzissen und Narzissmus

Narzissen zählen neben Tulpen und Krokussen zu den beliebtesten Frühjahrsblühern. Wenn wir die wärmeren Tage bereits herbeisehnen, das Grün der Bäume noch auf sich warten lässt und manchmal noch frostige Temperaturen vorherrschen wie in diesem Jahr, dann sind die gelben Farbtupfer in Gärten und auf Wiesen ein willkommener Frühlingsbote. Narzissen gelten als Symbol für die Überwindung der Dunkelheit und des Todes und für die Wiedergeburt. Bekannter jedoch ist die Narzisse als Symbol der Eitelkeit. Der junge Narzissos aus einer alten griechischen Sage verliebte sich unsterblich in sein Spiegelbild. Als er eines Tages sein Spiegelbild im Wasser bewunderte, kräuselte sich die Oberfläche und verzerrte sein Spiegelbild. Im Glauben, er sei hässlich starb er an einem Schock und ertrank. Auferstehung feierte er als Blume, die seinen  Namen trägt. Der Begriff Narzissmus steht im allgemeinen für Selbstverliebtheit und Selbstbewunderung.

 

Osterglocke oder Narzisse

Narzissen, Narzissenwiese, FrühlingAls Osterglocken werden im allgemeinen die gelb blühenden ungefähr 40 cm großen Narzissen bezeichnet, die immer um die Ostertage herum blühen. Ihre glockenähnliche Blütenform und der Blühzeitpunkt haben ihr zu diesem Namen verholfen. Die Pflanzengattung Narzissen umfasst jedoch weitaus mehr Arten, von weiß über gelb bis rosa blühend und einer Größe von 8 bis 80 cm. Sie gehören alle zu den Amaryllisgewächsen. Züchter waren eifrig und haben inzwischen mehr als 20.000 Sorten kreiert. In England genießen Narzissen Kultstatus, doch auch in Deutschland wächst die Zahl der Narzissen-LiebhaberInnen.

 

Narzissen-Blüte

weiße Narzisse, Narzissenblüte, FrühlingsboteDie Blüte besteht aus 6 mehr oder weniger ausgebreiteten Blütenblättern, die eine zentrale Nebenkrone umgeben. Die Blütenform ist ausschlaggebend für die Einteilung der Narzissen in 12 verschiedene Klassen. Es wird unterschieden in kleine oder große, kurze oder lange Nebenkrone, gefüllte, geschlitzte oder kragenförmige Krone, zurückgeschlagene Blütenblätter und mehr. Die Dichternarzissen  duften ausgesprochen gut, die Tazetta-Sorten tragen bis zu 20 Blüten pro Trieb.

 

Heimat der Narzissen

Narzissen, Narzissenblüte, FrühjahrsblüherNarzissen sind ursprünglich im westlichen Teil Europas beheimatet. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Spanien und Portugal über das westliche Mitteleuropa bis ins nördliche England und Südschottland. In Deutschland sind wilde Narzissenvorkommen in der Eifel und im Hunsrück anzutreffen. Diese kleinblütigen Wildform der Narzisse steht unter Naturschutz. Sie bevorzugen nährstoffreiche und frisch bis feuchte Standorte.

 

Pflanzung im Garten

Tipp: Narzissen werden von Wühlmäusen verschmäht, deshalb eignen sie sich prima zum Verwildern im Garten.

Die wild vorkommenden Narzissen welken nach der Blüte und ziehen in aller Ruhe ein, um in der unterirdischen Zwiebel den Sommer zu überdauern. Auch im Garten sollte man die die Pflanzen nach der Blüte nicht abschneiden sonder verwelken lassen. Ein idealer Beetnachbar sind Funkien, die erst spät nach der Narzissenblüte austreiben und dann das welke Laub verdecken.