Brückenskulptur

Brückenskulptur Slinky Springs to Fame

Unsere nächste SingleWanderung haldenspirale führt uns unter anderem über eine Brückenskulptur am Rhein-Herne-Kanal mit dem ungewöhnlichen Namen Slinky Springs to Fame.

Wer erinnert sich nicht an das Spielzeug aus den 90er Jahren namens Slinky Spring, eine Metallfeder, die man Treppen hinunter laufen lassen konnte. Dieser Spirale ähnelt der künstlerische Entwurf von Tobias Rehberger für eine Brückenskulptur bei Oberhausen. Deshalb der klangvolle Name “Slinky Springs to Fame“, inspiriert von der laufenden Feder.

Wie ein über das Wasser geworfenes Seil soll die Brücke leicht, wild und unregelmäßig wirken. Eine schwingende Spiralbrücke über den Rhein-Herne-Kanal, die den Kaisergarten am Schloss Oberhausen mit der Emscherinsel verbindet.

Brückenskulptur Slinky, Spiralbrücke, Kasiergarten Oberhausen, Emscherinsel

 

Brückenbau mit ingenieurtechnischer Herausforderung

Der Künstler Tobias Rehberger hat zusammen mit dem Ingenieurbüro Schlaich Bergermann und Partner aus Stuttgart die Umsetzung der Entwurfsidee erarbeitet. Damit die zahlreichen Containerschiffe auf dem Kanal ungehindert passieren können, weist die Fußgängerbrücke die ungewöhnliche Höhe von 10 Metern auf. Alle Bauteile, sogar jede einzelne Schraube ist maßangefertigt. 496 Aluminiumbögen bilden den markanten und lichten Rahmen der Brücke.

Die Lauffläche für Fußgänger wird mit Farbfeldern gegliedert, die in der Nacht durch die Beleuchtung der Ringe ein besonders eindrucksvolles Bild ergeben. Zusammen mit den serpentinenartigen Rampen erreicht die Brücke 460 Meter Länge. Nach 15 Monaten Bauzeit wurde 2011 dieser einzigartige Brückenbau eröffnet als eine weitere einmalige Landmarke im Emschertal.

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Tobias Rehberger in Münster

Der deutscher Bildhauer Tobias Rehberger ist 1966 im Schwabenland geboren und  studierte von 1987 bis 1992 bei an der Städelschule in Frankfurt am Main. Er wird als Grenzgänger zwischen Kunst, Design und Architektur bezeichnet. Heute lehrt er selbst als Professor an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule Frankfurt am Main. Neben zahlreichen Preisen und Ausstellungen, unter anderem mit dem Goldenen Löwen auf der Biennale in Venedig, war und ist er bereits mehrfach in Münster zu sehen. Hier wurde Rehberger bei den Skulpturprojekten 1997 mit seiner öffentlichen Bar “Günter’s” am H1 entdeckt.

Am Hauptbahnhof Münster ist die Arbeit aus dem Jahr 2014 “The Moon in Alabama” zu bestaunen. Elf bis dahin unscheinbare Schaltkästen rund um den Bahnhof wurden von ihm in bunte Kunstobjekte verwandelt. Jedes der elf Objekte trägt einen Namen eines speziellen Ortes, der für eine Besonderheit steht, wie Tschernobyl, Wanne-Eickel oder z. B. Jericho, die am tiefsten gelegene Stadt der Welt. Immer wenn an diesem Ort der Mond aufgeht, leuchtet auch das jeweilige Stromkastenprojekt.